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Ex-Tennis-Profi Angelique Kerber: Wie schwer ihr der Abschied vom Profi-Leben fiel

Hamburg – Nach Steffi Graf (56) gilt Angelique Kerber (38) als die erfolgreichste deutsche Tennisspielerin aller Zeiten. Am Freitagabend sprach sie in der "NDR Talk Show" über ihre beeindruckende Laufbahn.

Im Gespräch mit Moderatorin Barbara Schöneberger (52) ging die ehemalige Spitzensportlerin natürlich auf ihre drei Grand-Slam-Titel ein (Australian Open und US Open 2016, Wimbledon 2018), hob jedoch besonders die schwierigen Phasen hervor.

„Ich bin dafür bekannt, dass meine Karriere von vielen Höhen und Tiefen geprägt war. Doch ohne diese Rückschläge gäbe es keine großen Erfolge. Aus diesen Erfahrungen habe ich mich entwickelt zu dem Menschen, der ich heute bin. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich auch diese herausfordernden Zeiten durchlebt habe“, erklärte die 38-Jährige.

Nach ihrem Rücktritt vor knapp zwei Jahren habe die zweifache Mutter „ein wenig Zeit gebraucht, um sich im normalen Alltag zurechtzufinden“, wie sie es formulierte. Anfangs sei ihr nicht ganz klar gewesen, wo sie hingehöre, gestand Kerber offen.

„Zwanzig Jahre lang bin ich Woche für Woche der Sonne hinterhergereist, war ständig in einem anderen Land und hatte mit Jetlag zu kämpfen – das war alles andere als leicht, vor allem in Bezug auf Freundschaften. Doch ich hatte großes Glück und bin sehr dankbar, eine unterstützende Familie und Freunde um mich zu wissen“, betonte die gebürtige Bremerin.

Ganz vom Tennis hat sich die frühere Weltklasse-Athletin allerdings nicht verabschiedet. So übernimmt sie unter anderem die Rolle der Sportdirektorin bei den Bad Homburg Open, einem Turnier, das viele Stars als Vorbereitung auf Wimbledon nutzen.

Apropos Bad Homburg: Am 20. Juni wird Kerber dort auch noch einmal selbst zum Schläger greifen. Bei einem Showmatch gegen ihre langjährige Freundin und ehemalige Profi-Tennisspielerin Ana Ivanović (38) wird sich die einstige Nummer eins der Weltrangliste von der großen Tennisbühne verabschieden.

Wird sie vor dem Spiel ein wenig Helene Fischer (41) hören? Wie Kerber in der Sendung und später auf Instagram verriet, gehörte die Musik der ebenfalls in der Talkshow anwesenden Schlager-Ikone stets zu ihrer Vorbereitung vor Matches.

Wer die Folge der „NDR Talk Show“ mit der Olympiasilbermedaillengewinnerin verpasst hat, kann sie jederzeit in der ARD-Mediathek anschauen.